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Gastvortrag zu algorithmischen Öffentlichkeiten

01.06.2026

"Die" Öffentlichkeit gibt es nicht mehr – welche Konzepte können wir stattdessen verwenden? Antworten dazu hatte letzte Woche Professor Axel Bruns.

Wie lassen sich gegenwärtige öffentliche Kommunikationsräume konzeptuell und empirisch fassen? Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Kommunikationswissenschaftler:innen – und sie stand im Mittelpunkt des Vortrags, den Prof. Axel Bruns (Queensland University of Technology) letzte Woche im Rahmen seines Besuchs am Lehr- und Forschungsbereich von Prof. Mario Haim gehalten hat.

Bruns sprach über das Konzept der „algorithmischen Öffentlichkeiten" (algorithmic public spheres) – Kommunikationsräume, die sowohl von oben (z.B. durch Plattformalgorithmen) als auch von unten (z.B. durch algorithmische Akteure innerhalb kommunikativer Räume) durch Algorithmen geprägt sind. Darüber hinaus diskutierte Bruns, wie sich Öffentlichkeiten und verwandte Konzepte wie Gruppen und Communities im Kontext algorithmisch kuratierter Umgebungen fassen lassen.

In der anschließenden Diskussion ging es vor allem um die Regulierung großer Technologiekonzerne und deren Rolle bei der Selektion der Inhalte, die Nutzer:innen zu sehen bekommen.

Einen Video-Mitschnitt eines ähnlichen Vortrags, gehalten am ZeMKI Bremen, gibt es auf der Website von Axel Bruns.

Zum Thema ist außerdem ein Open-Access-Artikel von Axel Bruns in Communication Theory erschienen: https://doi.org/10.1093/ct/qtad007